Textsammlung zum 13.12.2025

Verdrängung durch Cops
Öffentlicher Raum steht allen Menschen zu - nicht nur denjenigen, denen es gut geht oder die ihn sich finanziell leisten können. Doch wohnungslose Menschen sind häufig Diskriminierung ausgesetzt: Sogenannte „Bettelverbote“ im öffentlichen Nahverkehr, die Kriminalisierung von Drogenkonsum oder Räumungen in der Nähe von Einrichtungen wie dem Drob Inn zeigen, dass Verdrängung systematisch stattfindet. Im zweiten Quartal 2024 wurden in Hamburg 30 Schlafplätze wohnungsloser Menschen geräumt. Das Alkoholkonsumverbot am Bahnhof Altona ist eine weitere Taktik, um die Verdrängung von Menschen zu rechtfertigen. Die Vertreibung aus der Innenstadt durch Polizeieinsätze sorgt jedoch nicht dafür, dass Armut oder Not verschwinden - sie werden lediglich unsichtbar gemacht, damit privilegierte Menschen sie nicht wahrnehmen müssen.
Deshalb braucht es Solidarität mit allen wohnungslosen Menschen und ein klares Nein zur Kriminalisierung von Armut und zu Verdrängungspolitiken.