1. Mai Barrierefrei!
In den letzten 2 Jahren konnten wir unsere Idee einer inklusiveren, kämpferischen 1. Mai Demonstration in Hamburg bereits umsetzen. Auch dieses Jahr wollen wir im Rahmen der Schwarz-Roten Demo zum 1. Mai wieder Barrieren abbauen. Möglichst viele Anarchist*innen und antiautoritäre Menschen sollen ihre Kämpfe für ein schönes Leben für alle und ihre Feindschaft gegenüber dem Bestehenden auf die Straße tragen können. Inklusivität und Diversität müssen in unseren Kämpfen eine zentrale Rolle spielen und wir wollen aktiv dafür sorgen, so viele Menschen wie möglich miteinzubeziehen. Gerade Perspektiven be_hinderter und anderer marginalisierter Menschen sind wichig für unsere Kritik der herrschenden Verhältnisse und der Unterdrückung, die wir abschaffen wollen.
Das Konzept „Black Bloc“ ist und bleibt ein wichtiges und valides Mittel anarchistischer Aktionen, um sich vor Repression und dem politischen Feind zu schützen. Doch hat es einerseits seine Grenzen, wenn Vermummung schon im Ansatz kriminalisiert wird und wir auf einer angemeldeten Demonstration einer Vielzahl gut bewaffneter Schläger*innen in Uniform gegenüberstehen; andererseits bringt es an sich zahlreiche Barrieren mit sich. Sei es die Angst vor Gewalt durch Cops, Überforderung mit stressigen Situationen, Einschränkungen in der Mobilität oder Reizüberflutung durch überlaute Knallgeräusche: Es ist ebenso wichtig und valide, Menschen, die damit nicht einfach so umgehen können, Gelegenheiten für ihren politischen Ausdruck und Kampf, einen gleichberechtigten Raum neben uns auf der Straße und in unseren Reihen zu bieten. Ein solcher Ort soll auch die Schwarz-Rote 1. Mai Demonstration 2026 sein.
Wir rufen deshalb dazu auf, Inklusivität und Barriereabbau bei der Gestaltung der Demonstration mitzudenken. Tragt in dieser Hinsicht eure Perspektiven und individuellen Bedürfnisse auf die Demonstration. Seid solidarisch und rücksichtsvoll mit anderen Menschen, die das tun. Vollständige „Barrierefreiheit“ können wir nicht erreichen oder gewährleisten, dafür sind Barrieren zu indiviuell verschieden. Doch nach Möglichkeit und im Rahmen der Aktion viele davon abzubauen, dazu laden wir ein.
Autonomie und antiautoritäre Grundsätze bleiben bestehen. Es wird unsererseits keine Verbote oder Vorschriften geben und wir bleiben solidarisch mit allen Aktionsformen. Es bleibt dennoch ein Aufruf an alle Teilnehmenden, sich mit unseren Argumenten auseinanderzusetzen und sie zu berücksichtigen bei der Wahl der eigenen Mittel. Repression zu vermeiden und eigene Kräfte zu schonen kann auch ermöglichen, an anderen Orten zu anderen Zeiten mehr Handlungsspielräume schaffen und nutzen zu können.
Für einen inklusiven, bunten, barrierearmen und kämpferischen Schwarz-Roten 1. Mai!
