Militarisierung
Liebe Gefährt*innen, liebe Genoss*innen,
die Kriege der Herrschenden rücken näher. Wir sehen ihre Kriegsvorbereitungen überall, wo wir uns bewegen. In der Schule sprechen Jugendoffiziere vom Dienst fürs Vaterland, Firmen stellen auf Waffenproduktion um und überall in unseren Vierteln sehen wir Soldat*innen auf Plakaten und Werbetafeln.
Die Zeiten, in denen der Krieg eine bloße Nebenerscheinung des Normalzustandes zu sein schien, sind vorbei. Militarisiert wird nach innen und nach außen, die Rüstungsproduktion wird angezogen, die Repression gegen echte oder vermeintliche Staatsfeinde steigt. 2025 erreichten die globalen Rüstungsausgaben erneut einen Höhepunkt. Deutsche Rüstungskonzerne fahren Jahr für Jahr Rekordgewinne ein und liefern dafür Tod und Leid in die ganze Welt. Und selbst das, was uns als Frieden verkauft wird, ist nichts anderes als eine kontrollierbare Phase, die wiederum durch das Leid anderer überhaupt erst aufrechterhalten werden kann.
Norddeutschland ist dabei ein Zentrum der deutschen Rüstungsindustrie. In Kiel werden Waffen und Kriegsschiffe gebaut, in Bremen die dazugehörigen Technologien erforscht und von Hamburg wird das fertige Produkt dann exportiert. Über den Hamburger Hafen laufen tonnenweise Waffen in Gebiete aus, in denen Krieg herrscht, Menschen vertrieben und Genozide begangen werden. Aus diesen Waffen wird dort Profit geschlagen, wo Menschen systematisch ermordet werden. Egal ob in Palästina oder im Sudan, dieses Verlangen nach Profit kennt keinen Halt. Kein Zögern. Kein Gewissen. Israel, Türkei oder USA, keine Kriegspartei ist diesem Staat zu blutig, kein Genozid zu brutal.
Wenn wir etwas gegen diese Zustände unternehmen wollen, gilt es hier anzusetzen. Denn ihre Kriege beginnen nicht erst dort, wo Bomben in Häuser treffen, sie beginnen hier! Es liegt jetzt an uns, die Rüstungsproduktion zu stoppen: Sprecht mit euren Freund*innen und Kolleg*innen, plant Aktionen, sabotiert die Kriegsindustrie! Jeder Kratzer im Lack eines Bundeswehrfahrzeugs, jede nächtliche Sabotage, jede subversive Aktion: Ein Funken, der die Kriegsmaschine in Brand setzen wird. Viel zu lange konnte die Militarisierung losgelöst von anarchistischen Interventionen vorangehen. Es wird Zeit, dass wir unseren Widerstand auf die Straße tragen. Wir stehen bei all denen, die sich wehren und kämpfen!
Heraus zum Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 8. Mai um 10 Uhr am Hachmannplatz. Schließt euch der anarchistischen Beteiligung an!
Gegen die Militarisierung!
Für die Anarchie!