Textsammlung zum 1. Mai 2026

Selbstverständlich Antifa

Antifaschismus ist wichtig für Anarchismus.
Das bedeutet: Wir wehren uns gegen Faschismus.
Faschismus ist, wenn Menschen andere wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer Meinung hassen.
Wir kämpfen für ein schönes und freies Leben für alle.
Faschist*innen wollen das verhindern.
Sie greifen uns oft an.
Wir müssen uns dagegen wehren.
Faschist*innen sollen keine Macht bekommen.
Erst dann können wir für unsere Träume kämpfen.

Rechte Parteien werden in Deutschland und Europa stärker.
Rechte Parteien wollen weniger Freiheit und keine Gleichheit.
In den USA gibt es schon mehr Faschismus.
Viele Menschen haben Angst.
Deshalb wählen sie harte Anführer und Nationalismus.
Nationalismus bedeutet: Das eigene Land ist am wichtigsten.
So wird Solidarität mit anderen Ländern weniger.
Solidarität bedeutet: Wir helfen uns gegenseitig, egal wo wir leben.

Rechte Gruppen trauen sich wieder auf die Straße.
Manche bedrohen andere Menschen.
Manche jagen oder töten Menschen.
Das ist gefährlich und schlimm.

Unsere Antwort ist „Antifa“.
Antifa bedeutet: Wir sind gegen Faschismus.
Wir dürfen Faschist*innen keinen Platz geben.
Wir dürfen keine Straßen, Städte oder Viertel abgeben.
Wir dürfen dem Staat nicht immer vertrauen.
Manchmal schützt der Staat Faschist*innen sogar.
Manchmal ignoriert der Staat das Problem.
Oft werden Menschen bestraft, die etwas gegen Nazis machen.
Die Polizei und Geheimdienste verfolgen Antifaschist*innen.
Sie sperren Menschen ins Gefängnis.

Wir müssen alle zusammen gegen Faschismus kämpfen.
Wir sagen: Free all Antifas!
Das bedeutet: Freiheit für alle, die gegen Faschismus kämpfen!

Antifaschismus im Anarchismus ist nicht nur notwendig, sondern selbstverständlich. Wo wir für das schöne und freie Leben für alle streiten, wird uns heute die faschistische Reaktion begegnen und allzu oft auch angreifen. Rechte Kräfte zurückzuschlagen wo immer sie auftauchen, ihre Weltvorstellungen, die uns die Dystopie sind, abzuwenden, ist überhaupt erst Bedingung, um unsere Utopien anzustreben.

Rechte Parteien sind in Deutschland und Europa auf dem Vormarsch. In den USA greift der Faschismus bereits um sich. In unsicheren Zeiten wählen zu viele Menschen Abschottung, stumpfen Nationalismus und patriarchale Führer statt dem Elend mit gegenseitiger und grenzüberschreitender Solidarität wirklich den Kampf anzusagen.

Dieser Rechtsruck ermutigt auch nazistische Zusammenhänge, sich wieder offen auf die Straße zu wagen, Menschen zu bedrohen, zu jagen oder gar zu ermorden.

Unsere Antwort heißt Antifa! Wir dürfen den Nazis und Faschist*innen keine Stadt, kein Viertel, keinen Millimeter Straße freiwillig überlassen. Auf den Staat können wir dabei nicht vertrauen. Statt Demokratie und eigene Herrschaft zu schützen, wird beschwichtigt, verklärt, verharmlost oder unter Umständen sogar profitiert und mitfinanziert - siehe Verfassungsschutz und NSU. Budapest-Komplex, Auslieferung und jahrelange Haft für Maja und auch der „Antifa Ost“-Komplex zeigen uns überdeutlich, dass Regierungen, Geheimdienste und Polizei die Menschen verfolgen und einknasten, die den Nazis wirklich etwas entgegensetzen.

Alle zusammen gegen den Faschismus! Free all Antifas!