<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Textsammlung zum 1. Mai 2026 on Schwarz-Roter 1. Mai</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/</link><description>Recent content in Textsammlung zum 1. Mai 2026 on Schwarz-Roter 1. Mai</description><generator>Hugo</generator><language>de-de</language><lastBuildDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>140 Jahre Haymarket Riot</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/haymarket/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/haymarket/</guid><description>&lt;p&gt;&lt;a href="https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_haymarket"&gt;Zur langen Version des Textes&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 1. Mai 1886 begann in Chicago ein mehrtägiger, von den Gewerkschaften organisierter Streik, um eine Reduzierung der täglichen Arbeitszeit von 12 auf 8 Stunden durchzusetzen. Dies begründete die Tradition der internationalen Arbeiter*innenbewegung und der Gewerkschaften, den 1. Mai als Kampftag der Arbeiter*innenklasse zu begehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 4. Tag des Streiks wurde eine Bombe in die versammelte Masse geworfen. Es starben 8 Polizisten und eine unbekannte Anzahl Protestierende. Bis heute ist unklar, ob die Cops in Auseinandersetzungen mit den Streikenden getötet wurden oder im Chaos durch gegenseitiges Kreuzfeuer. Bei den Protestierenden hingegen ist sehr wohl klar, wer für ihren Tod die Verantwortung trägt: Der Staat und seine Büttel.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Wehrpflicht – Finden wir scheiße</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/wehrpflicht/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/wehrpflicht/</guid><description>&lt;p&gt;Die Welt geht vor die Hunde und unsere Regierung kommt mit Aufrüstung und der Wiedereinführung der Wehrpflicht daher. Überall werden Gelder gekürzt, Merz erzählt uns vom Sparen für den Wohlstand dieses Landes, gleichzeitig werden 100 Milliarden für die Aufrüstung der Bundeswehr ausgeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Junge Menschen müssen gegen ihren Willen einen Musterungsbogen ausfüllen. Das Ganze wird auch noch in „Diversity“ verpackt, denn Männer müssen, aber Frauen dürfen auch für „ihr Land“ morden und sterben. Auch das sogenannte Militärsgeschlecht wird eingeführt: Alle Menschen, die über das Selbstbestimmungsgesetz ihren Geschlechtseintrag von „männlich“ ändern lassen haben, müssen diesen Bogen ebenfalls ausfüllen. Die Bundeswehr ist durchsetzt mit rechten Chatgruppen, Gewaltverbrechen und Faschos. Also nichts, wo Menschen, die dem „alpha male mindest“ nicht entsprechen, in irgendeiner Weise sicher wären.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Anarchismus und Festung Europa</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/europa/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/europa/</guid><description>&lt;p&gt;Viele Jahrzehnte wurde der Begriff „Festung Europa“ genutzt, um kritisch auf die europäische Abschottungspolitik hinzuweisen. Inzwischen wird er zunehmend auch von Rechten zur Beschreibung ihrer politischen Vision verwendet. Damit stellen sie sich wieder einmal in die Tradition des Nationalsozialismus: Schon die Nazis nutzten „Festung Europa“ als Synonym für den Atlantikwall; Verteidigungsanlagen an der französischen Küste, die am D-Day schließlich von den Alliierten durchbrochen wurden. Wie so vieles haben die Nazis den Begriff jedoch nicht erfunden, ursprünglich geht er wohl auf die napoleonische Zeit zurück.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Friede den Hütten, Krieg den Palästen</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/krieg/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/krieg/</guid><description>&lt;p&gt;Wo sich gegensätzliche Interessen autoritärer Kräfte zu nahe kommen, entstehen Konflikte und in letzter Konsequenz Krieg. Ganz aktuell explodiert überall im sogenannten „Nahen Osten“, was seit Jahren schwelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn islamistisch-nationalistische Milizen und Regime, die rechte Regierung Israels und imperialistische Bestrebungen der USA aufeinanderprallen, erlebt vor allem die Zivilbevölkerung in der Region die Dystopie hautnah, es entsteht unfassbares Leid.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herrschende geben vor, im Interesse derer zu handeln, die sie dem eigenen Staat, nationaler Bestrebung oder kultureller Gemeinschaft zuordnen, und sichern so ihren Machtanspruch. Doch richten sich Gewalt und Unterdrückung immer auch nach innen: Progressive Kräfte werden auf allen Seiten unterdrückt. Rassistische Diskriminierung, queerfeindliche Gewalt und Ausbeutung der Arbeiter*innen sind in Ausdruck und Ausmaß verschieden, doch systemisch eingebrannt. Wer sich dagegen und für Frieden, Vermittlung und ein gutes und freies Leben für alle Menschen erhebt, wird als Feind markiert oder schlimmstenfalls hingerichtet. Nur mit gewaltsamer Zurichtung schaffen es autoritäre Kräfte, dass wir uns untereinander hassen, vertreiben, erschießen, zerbomben und die abscheulichsten Grauen antun.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Solidarität statt Charity</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/solidaritaet/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/solidaritaet/</guid><description>&lt;p&gt;Wir wollen Community und Solidarität nicht nur als Schlagworte in einer links geprägten Sprache sehen, sondern als gelebte Praxis verbreiten. Ein solidarisches Miteinander, das uns Halt in diesen Zeiten gibt und uns trägt, wenn der Rechtsruck voranschreitet. Ein Miteinander, das uns schützt, wenn der Staat und seine Handlanger*innen in Uniform selbst die Bedrohung sind, und eines, das uns ermöglicht, selbstbestimmt zu leben und nicht nur zu reagieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schauen wir in die USA auf die schwarze Befreiungsbewegung, wie in Minnesota, sehen wir, dass so ein Miteinander möglich ist. In Momenten massiver Polizeigewalt entstanden neue Formen der Nachbarschaftsorganisation und kollektiver (Selbst)Versorgung. In Athen können wir auf selbstorganisierte Strukturen blicken und bei den Zapatistas neue Prinzipien lernen. Solidarität ist dort mehr als nur ein Gefühl, es ist die überzeugte Annahme: „Dein Kampf ist auch meiner!“ Sie ist eine Praxis, zu der wir uns bewusst entscheiden, indem wir uns an die Seite aller Unterdrückten stellen. Auch wenn wir nicht direkt mitgemeint sind. Sie zeigt sich darin, wer kommt, wenn Faschos wieder aufmarschieren, wer zuhört, wenn Betroffene patriarchaler Gewalt sprechen, und wer sich dagegen stellt, wenn Leute abgeschoben werden sollen.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Ein schönes Leben für alle</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/ableismus/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/ableismus/</guid><description>&lt;p&gt;Egal ob auf der Arbeit, in der breiten Gesellschaft oder privat, be_hinderte Menschen erfahren in allen Lebenslagen systematische Diskriminierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit der Krüppelbewegung in den 60er Jahren kämpfen Be_hinderte für Menschenrechte und Teilhabe, so auch noch 2026. Denn noch heute werden Menschen in sogenannten Be_hindertenwerkstätten für einen Hungerlohn ausgebeutet, dürfen nicht streiken und haben keine Lobby, die sich nur im geringsten für sie interessiert. Etwa 250 Euro verdienen die Menschen in diesen Werkstätten, während sie teilweise Vollzeit dort arbeiten. Grund hierfür ist, dass Be_hinderten jegliche Autonomie abgesprochen wird und sie als hilflos, schutzlos und vor allem machtlos empfunden werden.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Sprengt die Ketten, sprengt die Mauern</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/knast/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/knast/</guid><description>&lt;p&gt;Immer wieder erzählen uns Herrschende, dass Knäste absolut notwendige Orte seien, um gefährliche Menschen, die die Ordnung stören, zu bestrafen, und uns vor Gewalt zu schützen. Aber wer bestimmt, wer gefährlich ist, und wer nicht? Die letzten Jahre zeigen uns, dass diejenigen, die für eine befreite Gesellschaft kämpfen, in Augen der Herrschenden die Gefährlichen und Gewalttätigen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während Herrschende Kriege führen, Hunger verursachen und Menschen vor allem im globalen Süden bis zum Tod ausbeuten, sperren sie hier die ein, die für ein menschenwürdiges Leben kämpfen. Alle, die an ihren Machtkonstrukten, rütteln sind ihnen ein Dorn im Auge.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Rojava verteidigen</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/rojava/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/rojava/</guid><description>&lt;p&gt;Wenn wir über die Realisierung unserer Utopien und den stetigen Abwehrkampf gegen die kapitalistische und imperialistische Alltagsdystopie sprechen, kommen wir nicht um die kurdische Befreiungsbewegung herum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gelang dieser Bewegung, die Saat der Utopie zu pflanzen, welche 2012 zu dem föderaldemokratischen Rojava heranwuchs. Rojava, umzingelt von islamistischen und faschistischen Kräften, gibt uns die Hoffnung, dass unsere Kämpfe nicht nur nicht aussichtslos sind, sondern das Potenzial haben, unsere Träume Realität werden zu lassen. Die erkämpften Strukturen und Errungenschaften haben Anarchist*innen und Feminist*innen auf der ganzen Welt inspiriert und zeigen, wie Utopie Realität werden kann. Denn trotz einer Vielzahl unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Religionen und unmittelbarer Bedrohung durch faschistische Allherrschaftsfantasien ist es gelungen, eine Gesellschaft auf basisdemokratischen und feministischen Grundsätzen aufzubauen. Sie hat es sich aktiv zur Aufgabe gemacht, geschlechtliche, religiöse und ethnische Unterdrückung zu bekämpfen.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Erkennen, was ist – Beenden, was ist</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/feminismus/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/feminismus/</guid><description>&lt;p&gt;Der ideologische Kern und das politische Programm des Antifeminismus sind die Aufrechterhaltung der binären Geschlechterordnung – der patriarchalen Herrschaft. Sichtbare Erscheinungsformen dessen sind Feminizide, Incels oder queerfeindliche Angriffe auf Menschen, CSDs und Prides.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patriarchale Herrschaft ist an sich antifeministisch und Antifeminismus ist nicht bloße Reaktion auf feministische Errungenschaften. Er wirkt strukturell und latent, er prägt Normen, Institutionen oder Gesetze. Er ist Teil der bürgerlich-liberalen Gesellschaften und als solcher formt er Geschlechterrollen, Vorstellungen von Beziehungen und Begehren oder die Arbeitsteilung.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Wir brauchen Kompliz*innen, keine Allies</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/allies/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/allies/</guid><description>&lt;p&gt;Mittlerweile ist Allyship eine leere Worthülse geworden, die sich jede*r auf die Stirn schreibt. Es wird vermarktet wie eine eigene Währung: Du kannst Geld ausgeben, um themenbezogene Workshops zu besuchen, dir Pins zu den verschiedensten Themen an deinen Rucksack packen und „Lieb doch wen du willst!“ als cis hetero Person auf dem CSD rufen, um dir damit Anerkennung erwerben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allzu oft haben Allies romantisierte Vorstellungen von unterdrückten Menschen, denen sie „helfen“ wollen. Das sind die verbündeten „Retter*innen“, die Opfer und Token statt Menschen sehen. Sie wollen die Betroffenen der Unterdrückung meist aus eigenen Schuld- und Schamgefühlen retten. Sie schaffen immer wieder eine Abhängigkeit von ihnen und ihrer Unterstützung, indem sie nichts am System, sondern nur an individuellen Schicksalen ändern. Sie suchen sich die „attraktiven“/medienwirksamen Themen aus und versuchen, sich selbst als „Superally“ hinzustellen, um Anerkennug im Freund*innenkreis, aber auch Polit-Umfeld zu erlangen. Für viele ist es ein Hobby, eine „außerschulische Aktivität“, ein Pluspunkt im Lebenslauf. Allerdings auch immer wieder nur unter ihren eigenen Bedingungen. Es muss den Allies passen; zeitlich, kapazitär und thematisch. Wenn sie keinen Bock haben, sich mit der komplizierten und anstrengenden Lebensrealität auseinanderzusetzen, gehen sie halt einfach wieder.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Gegen die Polizei und ihre Gewalt</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/polizei/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/polizei/</guid><description>&lt;p&gt;Wo wir unsere revolutionären Ideen in die Praxis umzusetzen versuchen, ist sie oft nicht weit: Die Polizei. Schon vor 140 Jahren erschossen die Cops in Chicago in Folge der Streiks für den 8-Stunden-Tag sechs Arbeiter*innen und sagten den streikenden Massen so den Kampf an. Auch heute sind es letztlich Polizeibeamt*innen, die den Staat um jeden Preis schützen und die herrschende Ordnung bewahren. Seien es angehäufte Reichtümer unfassbaren Ausmaßes, leerstehende Häuser oder die Produktionsmittel selbst: Die Polizei würde uns lieber erschießen oder wegsperren, als dass wir all das in der Gesellschaft umverteilen und das gute Leben für alle Realität werden lassen.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Hamburg enteignen</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/wohnraum/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/wohnraum/</guid><description>&lt;p&gt;Vonovia, Nordelbe und Deutsche Wohnen - vor nicht allzu langer Zeit war der Aufschrei nach Enteignung dieser Großkonzerne überall zu hören.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während allein diesen Winter in Hamburg mindestens 28 Menschen auf der Straße gestorben sind, stehen knapp 20.000 Wohnungen leer. Mietkonzerne scheißen auf die Bevölkerung und haben nur ihren eigenen Profit im Blick: Der Wohnungsmarkt in Hamburg ist desaströs, eine bezahlbare und geeignete Wohnung zu finden eigentlich unmöglich. Derweil sitzen Bonzen in ihrem dritten Haus in Blankenese und scheffeln Geld durch ihre 30 Airbnbs.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Rage Against the Surveillance Machine</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/ueberwachung/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/ueberwachung/</guid><description>&lt;p&gt;Überwachung durch den Staat ist für uns als Anarchist*innen nichts Neues. Spitzel, Wanzen und Observation gehören sind altbekannt und weiter relevant. Doch haben die Verfolgungsbehörden heute mehr technische Möglichkeiten und rechtliche Befugnisse denn je.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von KI-gestützter Kameraüberwachung über Vorratsdatenspeicherung bis hin zum heimlichen Einbruch zur Manipulation technischer Geräte entwickeln Staaten fleißig Methoden, keinen Fleck Erde und keinen Menschen mehr unbeobachtet zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tech-Konzerne, für die wir nur Ansammlungen von Daten zu sein scheinen, schlagen aus unserer vollständigen Erfassung Profit und liefern uns bereitwillig dem Staat aus. Jeder Tesla wird zur 360 Grad Überwachungskamera, Nachbarschaften werden von „smarten“ Türklingeln abgefilmt. Suchverläufe, Konversationen mit KI-Chatbots, Standorthistorien - die Liste der gesammelten Daten, die Cops anfordern können, scheint endlos. Wo es nur geht, sägen sie an unseren Ansätzen von Anonymität gegenüber der Repression und Methoden verschlüsselter Kommunikation.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Selbstverständlich Antifa</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/antifa/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/antifa/</guid><description>&lt;p&gt;Antifaschismus im Anarchismus ist nicht nur notwendig, sondern selbstverständlich. Wo wir für das schöne und freie Leben für alle streiten, wird uns heute die faschistische Reaktion begegnen und allzu oft auch angreifen. Rechte Kräfte zurückzuschlagen wo immer sie auftauchen, ihre Weltvorstellungen, die uns die Dystopie sind, abzuwenden, ist überhaupt erst Bedingung, um unsere Utopien anzustreben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rechte Parteien sind in Deutschland und Europa auf dem Vormarsch. In den USA greift der Faschismus bereits um sich. In unsicheren Zeiten wählen zu viele Menschen Abschottung, stumpfen Nationalismus und patriarchale Führer statt dem Elend mit gegenseitiger und grenzüberschreitender Solidarität wirklich den Kampf anzusagen.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Carework gerecht verteilen</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/carework/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/carework/</guid><description>&lt;p&gt;Unsere Gesellschaft basiert auf Carearbeit, trotzdem (oder gerade deswegen) wird sie strukturell unsichtbar gemacht, ungerecht verteilt geleistet und nur schlecht oder gar nicht bezahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben Arbeiten im Haushalt sind auch körperliche und emotionale Pflege/Fürsorge und mentale Aufgaben wie Organisation Teil der Carearbeit. Diese Art der Arbeit wird sowohl individuell als auch strukturell patriarchalen Rollenbildern weiblich gelesener Personen zugeschrieben, da sie als „natürlich“ für diese gelten. Soziale Berufe werden weiterhin zu großen Teilen von FLINTA*s ausgeführt und mit geringem Gehalt bezahlt. Die unbezahlte Carearbeit, die jeden Tag und jede Nacht geleistet wird, wird zu ca. 50% mehr von FLINTA*s geleistet, wodurch sich auf die gesamte Woche gerechnet ein voller 9 Stunden Arbeitstag Mehrarbeit ergibt. Diese Ausbeutung macht sich bemerkbar durch Erschöpfung und finanzielle Benachteiligung der leistenden Personen und der daraus resultierenden finanziellen Abhängigkeit. Durch diese unbezahlte Arbeit im Privaten werden die Arbeitskräfte der Arbeiter*innen wiederhergestellt, damit sie immer weiter im kapitalistischen System genutzt werden können. Die Carearbeit ist essenzi
elle Arbeit, die für das Leben geleistet wird. Jeder Staat ist auf diese Ausbeutung angewiesen, um tagtäglich zu „funktionieren“.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Erinnern wir uns an die Zukunft</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/erinnerungen/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/erinnerungen/</guid><description>&lt;p&gt;Uns werden Geschichten erzählt. Geschichten von Fortschritt, von der Überlegenheit gegenwärtiger Zustände und des Kapitalismus. Davon, dass sein Fortbestehen nicht nur notwendig, sondern der Normalzustand sei. Die weltweite Krise, die er auslöst, wollen Faschist*innen und Nationalist*innen derweil nutzen, um ihre Vorstellung einer mythischen Vergangenheit zu etablieren. Wie Mussolini, der das Römische Reich verehrte, oder die Nazis, die in „Germanen“ ihre glorreichen Vorfahren erkennen wollten, träumen sie von der Rückkehr in eine Zeit, in der Leben permanenten Krieg und Dominanz über andere bedeutet. Eine Zeit ohne Widerspruch, eindeutig und rein. Doch diese Zeit gab es nie.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Anarchismus und Klimagerechtigkeit</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/klima/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/klima/</guid><description>&lt;p&gt;Rechtsruck, Inflation und Kriege: Zwischen all den gegenwärtigen Krisen gerät die ums Klima zunehmend in den Hintergrund. Dies überrascht aus gleich zweierlei Gründen: Zum einen ist sie unmittelbar mit den anderen Krisen verbunden. So schrauben z.B. rechte Regierungen in den USA oder Argentinien den Klimaschutz stark zurück. Bestehende Konflikte, beispielsweise um Wasser oder Land, werden verstärkt und neue ausgelöst. Und gleichzeitig ist die Klimakrise so akut wie nie zuvor. Im globalen Süden sind die Auswirkungen schon seit Jahren zu spüren. Langsam erreichen sie jetzt auch uns.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Wider die Katastrophe und das Vergessen: Sudan zurück ins Rampenlicht</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/sudan/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/sudan/</guid><description>&lt;p&gt;Nach dem Sturz des Tyrannen Umar al-Baschir 2019 durch das sudanesische Militär hatte eine im Widerstand geschulte Bevölkerung sich nicht mit der Herrschaft einer Junta abfinden wollen. Solidarische Netzwerke der gegenseitigen Hilfe und rebellische Gruppierungen mobilisierten auf breiter Front für eine bessere Zukunft, darunter zahlreiche Anarchist*innen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das für 2023 gegebene Versprechen des Militärs, die Herrschaft über das Land in die Hände einer zivilen Regierung zu übergeben, wurde gebrochen. Was folgte war ein blutiger Machtkampf zwischen der sudanesischen Armee und den sogenannten Rapid Support Forces - eine der größten menschlichen Katastrophen des 21. Jahrhunderts.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Anarchie – Die Rückkehr zum Tauschhandel?</title><link>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/tauschhandel/</link><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><guid>https://sr1m.tem.li/blog/2026_mai_textsammlung/tauschhandel/</guid><description>&lt;p&gt;Die Idee, dass die Erfindung von Geld die natürliche Folge aus dem mühseligen Tauschhandel war, ist bei uns fest verankert und wird auch im Bildungswesen noch oft gelehrt. Obwohl sich das beim genaueren Hinsehen schnell als Mythos herausstellt, ist die Aufrechterhaltung dessen wenig überraschend, da die vorherrschenden Systeme oft und gerne als naturgegeben dargestellt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und während Geld durchaus ein Thema ist, bei dem sich die anarchistischen Geister spalten, sollte die Idee des vorausgehenden Tauschhandels und des zwingend-folgenden Geldes einmal beleuchtet werden.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>