Textsammlung zum 1. Mai 2026

Friede den Hütten, Krieg den Palästen
Wo viele Gruppen ganz verschiedene Ziele haben,
kommt es oft zu Streit.
Manchmal wird aus Streit sogar Krieg.
Das kann man gerade im Nahen Osten sehen.
Dort gibt es schon lange viele Probleme.
Jetzt merkt man sie überall.
Im Nahen Osten kämpfen verschiedene Gruppen gegeneinander.
Zum Beispiel kämpfen:
- religiöse und nationalistische Gruppen,
- die Regierung von Israel,
- und die USA, die ihre Macht zeigen möchten.
Darum leiden die Menschen, die im Nahen Osten leben.
Sie erleben Krieg und Gewalt.
Viele Menschen werden verletzt oder sterben.
Die Regierungen sagen oft:
Wir handeln im besten Sinne für unser Land und unsere Menschen.
So wollen sie ihre Macht behalten.
Aber oft unterdrücken sie auch Menschen im eigenen Land.
Vor allem Menschen, die etwas verändern wollen, haben es schwer.
Auch in diesen Ländern gibt es viel Ungerechtigkeit.
Rassismus und Hass gegen queere Menschen sind weit verbreitet.
Arbeiter*innen werden ausgebeutet.
Wenn jemand für Frieden und Freiheit kämpft, wird er oft wie Fein angesehen.
Manchmal werden solche Menschen sogar getötet.
Die Mächtigen wollen, dass Menschen sich gegenseitig hassen.
Das führt zu Krieg und großem Leid.
Die Gewalt im Nahen Osten hört nicht auf.
Wir wollen das alle Menschen frei sind.
Wo sich gegensätzliche Interessen autoritärer Kräfte zu nahe kommen, entstehen Konflikte und in letzter Konsequenz Krieg. Ganz aktuell explodiert überall im sogenannten „Nahen Osten“, was seit Jahren schwelt.
Wenn islamistisch-nationalistische Milizen und Regime, die rechte Regierung Israels und imperialistische Bestrebungen der USA aufeinanderprallen, erlebt vor allem die Zivilbevölkerung in der Region die Dystopie hautnah, es entsteht unfassbares Leid.
Herrschende geben vor, im Interesse derer zu handeln, die sie dem eigenen Staat, nationaler Bestrebung oder kultureller Gemeinschaft zuordnen, und sichern so ihren Machtanspruch. Doch richten sich Gewalt und Unterdrückung immer auch nach innen: Progressive Kräfte werden auf allen Seiten unterdrückt. Rassistische Diskriminierung, queerfeindliche Gewalt und Ausbeutung der Arbeiter*innen sind in Ausdruck und Ausmaß verschieden, doch systemisch eingebrannt. Wer sich dagegen und für Frieden, Vermittlung und ein gutes und freies Leben für alle Menschen erhebt, wird als Feind markiert oder schlimmstenfalls hingerichtet. Nur mit gewaltsamer Zurichtung schaffen es autoritäre Kräfte, dass wir uns untereinander hassen, vertreiben, erschießen, zerbomben und die abscheulichsten Grauen antun.
Die daraus entstehende Gewalt nach außen scheint keine Grenzen zu kennen. Während seitens islamistischer Regime und Milizen fortwährend antisemitische Vernichtungsfantasien beschworen werden und - zum Glück mangels Bewaffnung - nur in Ansätzen in die Tat umgesetzt wurden, wird das durch einige israelische Politiker*innen erklärte Ziel eines genozidalen Krieges in Gaza mehr und mehr Realität. Kapitalistische Profitinteressen an Bodenschätzen, Waffenlieferungen und zynischen Umgestaltungsplänen perfektionieren die fatale Mischung.
Gegen jeden Krieg und ihre Dystopie hilft nur unser Zusammenschluss. Weder mit nationalistischen Erlösungsmärchen noch mit mörderischen Rechtfertigungserklärungen machen wir uns gemein. Wider der Militarisierung, gegen alle autoritären Kräfte und jede Regierung! Frieden und Freiheit für alle Menschen in Südwestasien, Nordafrika und dem Rest der Welt!