Textsammlung zum 1. Mai 2026

Gegen die Polizei und ihre Gewalt
Wir wollen die Gesellschaft verändern.
Wir haben neue Ideen.
Wir wollen diese Ideen umsetzen.
Das ist manchmal schwer.
Die Polizei hält uns oft davon ab.
Polizei bedeutet: Menschen, die auf den Staat aufpassen.
Vor 140 Jahren war ein großer Streik.
Die Arbeiter*innen wollten weniger arbeiten.
Sie wollten nur 8 Stunden am Tag arbeiten.
In der Stadt Chicago gab es einen Streik.
Die Polizei hat auf Menschen geschossen.
Sechs Arbeiter sind gestorben.
Das war sehr schlimm und traurig.
Die Polizei hat damals die Arbeiter*innen bekämpft.
Auch heute beschützt die Polizei den Staat.
Sie beschützt reiche Menschen und große Firmen.
Die Polizei möchte nicht, dass Leute etwas verändern.
Manche Menschen wollen, dass alle ein gutes Leben haben.
Die Polizei hält diese Menschen oft auf.
Die Polizei benutzt Gewalt, wenn Menschen für Veränderungen kämpfen.
Nicht nur bei Revolutionen ist die Polizei da.
Manche sagen: Polizei ist unser Freund und Helfer.
Das stimmt oft nicht.
Vor allem für Menschen mit ausländischer Herkunft.
Diese Menschen nennt man auch: Migrant*innen.
Sie erleben oft Gewalt von der Polizei.
Bei der Polizei gibt es Rassismus.
Das bedeutet: Sie behandeln Menschen schlechter, weil sie aus einem anderen Land kommen oder anders aussehen.
Sie werden kontrolliert, abgeschoben oder geschlagen.
Manche Menschen sterben sogar dadurch.
Auch für kranke Menschen kann Polizei gefährlich sein.
Menschen mit psychischen Problemen können Angst bekommen, wenn die Polizei kommt.
Arme Menschen werden oft schlecht behandelt oder aus ihren Wohnungen geworfen.
Menschen, die gegen Faschismus sind, nennt man Antifaschist*innen.
Auch Antifaschist*innen werden von der Polizei verfolgt und ins Gefängnis gebracht.
Manchmal hilft die Polizei sogar den Faschist*innen.
Die Polizei gehört zum Staat.
Viele Polizist*innen denken politisch rechts.
Rechts bedeutet: Sie unterstützen alte und strenge Regeln und haben manchmal sogar sehr böse Meinungen.
Manche in der Polizei sind sogar Faschist*innen.
Das bedeutet: Sie wollen eine böse und gefährliche Diktatur.
Sie reden heimlich in Chatgruppen über böse Pläne.
Andere Polizist*innen sagen oft nichts, obwohl sie das wissen.
Sie bekommen Unterstützung von ihren Kolleg*innen.
Die Polizei bekommt immer mehr Macht.
Sie bekommt neue Gesetze und mehr Waffen.
Sie darf unsere Daten anschauen und uns überwachen.
Das nennt man Militarisierung.
Das heißt: Die Polizei wird so wie eine Armee.
Das ist kein Zufall.
Das ist fast überall auf der Welt so.
Egal in welchem Land: Das Problem ist immer ähnlich.
Neue Gesetze und kleine Verbesserungen helfen nicht.
Auch andere Regierungen können das Problem nicht lösen.
Es hilft auch nicht, wenn die Polizei lernt, freundlicher zu sein.
Wir wollen eine neue Gesellschaft.
Wir wollen keine Polizei mehr.
Wir sagen: Polizei abschaffen!
Wir sind gegen die Gewalt der Polizei.
Wo wir unsere revolutionären Ideen in die Praxis umzusetzen versuchen, ist sie oft nicht weit: Die Polizei. Schon vor 140 Jahren erschossen die Cops in Chicago in Folge der Streiks für den 8-Stunden-Tag sechs Arbeiter*innen und sagten den streikenden Massen so den Kampf an. Auch heute sind es letztlich Polizeibeamt*innen, die den Staat um jeden Preis schützen und die herrschende Ordnung bewahren. Seien es angehäufte Reichtümer unfassbaren Ausmaßes, leerstehende Häuser oder die Produktionsmittel selbst: Die Polizei würde uns lieber erschießen oder wegsperren, als dass wir all das in der Gesellschaft umverteilen und das gute Leben für alle Realität werden lassen.
Doch damit nicht genug: Selbst ohne revolutionären Anspruch ist die Polizei nicht der - zuerst im Nazismus proklamierte - „Freund und Helfer“, sondern oftmals Feind. Migrantisierte Menschen bekommen polizeiliche Willkür und ein Klima der Angst durch rassistische Kontrollen, Abschiebung oder physische Gewalt zu spüren - teils sogar tödlich. Psychisch Kranken kann das Rufen der Polizei durch eine „falsche Bewegung“ ebenfalls direkt lebensgefährlich werden. Ökonomisch Abgehängte werden zwangsgeräumt und schikaniert. Als Antifaschist*innen werden wir von den Cops verfolgt, verprügelt, eingeknastet oder direkt den Faschist*innen ausgeliefert.
Auch innerhalb dieser staatlichen Ordnung stehen Beamt*innen oft politisch rechts oder wollen als Faschist*innen die Dystopie ganz direkt in die Realität umsetzen. Die Rückendeckung ihrer schweigenden Kolleg*innen scheint ihnen mit Blick auf zahllose aufgeflogene rechte Chatgruppen so sicher wie die Bratwurst ihrer ultra-rechten „Gewerkschaften“. Die Belohnung gibt es dann regelmäßig in Form von strikteren Polizeigesetzen, neuen Waffen, Zugriff auf unsere privaten Daten und weiteren Überwachungswerkzeugen - bis hin zur völligen Militarisierung.
Das alles sind keine Einzelfälle, sondern hat System: Das Polizeiproblem existiert weltweit in unterschiedlichem Ausmaß, doch das Fundament ist überall gleich. Keine Reform, keine linksliberale Regierung und kein „Diversity Training“ wird daran etwas ändern.
Anarchismus wagen heißt auch: Polizei abschaffen! Gegen die Polizei und ihre Gewalt!