Textsammlung zum 1. Mai 2026

Rojava verteidigen

Wenn wir über unsere Träume und Wünsche sprechen, denken wir an die kurdische Befreiungsbewegung.

Die kurdische Bewegung hat eine Idee gesät.
Eine Idee ist wie ein Samen, aus dem etwas wächst.
Im Jahr 2012 wurde aus dieser Idee Rojava.
Rojava ist ein Gebiet in Syrien.
Rojava wollte Demokratie, also Mitbestimmung für alle.

Rojava ist von vielen Feinden umgeben.
Die Feinde sind zum Beispiel islamistische und faschistische Gruppen.
Trotzdem gibt Rojava uns Hoffnung.
Rojava zeigt, dass Kämpfe für Freiheit nicht sinnlos sind.
Man kann Träume Wirklichkeit werden lassen.

Die Erfolge in Rojava haben viele Menschen inspiriert.
Zum Beispiel Anarchist*innen und Feminist*innen auf der ganzen Welt.
Sie zeigen: Aus einer Idee kann eine echte Gesellschaft werden.
In Rojava leben Menschen mit vielen verschiedenen Sprachen, Kulturen und Religionen zusammen.
Trotz der Bedrohung haben sie Demokratie und Gleichberechtigung aufgebaut.
Sie kämpfen gegen Unterdrückung wegen Geschlecht, Religion oder Herkunft.

Die Erfolge in Rojava müssen immer wieder verteidigt werden.
Das passiert jeden Tag.
Die Menschen kämpfen gegen verschiedene Gegner.
Zum Beispiel gegen den Islamischen Staat, gegen das türkische Militär oder gegen andere islamistische Gruppen im Iran.
Viele Menschen helfen dabei, sowohl auf der Straße als auch in bewaffneten Gruppen.
Die Kämpfer*innen heißen zum Beispiel YPJ, YPG oder Guerillas.

Rojava hatte in letzter Zeit viele Probleme.
Zum Beispiel wegen Angriffen von verschiedenen Feinden.
Trotz der Angriffe gibt es viele Menschen, die Rojava verteidigen.
Viele Menschen auf der ganzen Welt haben geholfen.
Dadurch konnten schlimme Dinge verhindert werden.
Rojava bleibt weiter unabhängig.

Rojava zeigt uns und anderen Menschen, wie man kämpfen kann.
Viele Anarchist*innen überall sind davon begeistert.

Darum sind wir solidarisch mit der kurdischen Bewegung.
Wir stehen zusammen mit den kurdischen Freund*innen.
Egal ob in Hamburg oder in Kurdistan.

Bijî Rojava!
Bijî Kurdistan! (Das bedeutet: „Es lebe Rojava! Es lebe Kurdistan!“)

Wenn wir über die Realisierung unserer Utopien und den stetigen Abwehrkampf gegen die kapitalistische und imperialistische Alltagsdystopie sprechen, kommen wir nicht um die kurdische Befreiungsbewegung herum.

Es gelang dieser Bewegung, die Saat der Utopie zu pflanzen, welche 2012 zu dem föderaldemokratischen Rojava heranwuchs. Rojava, umzingelt von islamistischen und faschistischen Kräften, gibt uns die Hoffnung, dass unsere Kämpfe nicht nur nicht aussichtslos sind, sondern das Potenzial haben, unsere Träume Realität werden zu lassen. Die erkämpften Strukturen und Errungenschaften haben Anarchist*innen und Feminist*innen auf der ganzen Welt inspiriert und zeigen, wie Utopie Realität werden kann. Denn trotz einer Vielzahl unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Religionen und unmittelbarer Bedrohung durch faschistische Allherrschaftsfantasien ist es gelungen, eine Gesellschaft auf basisdemokratischen und feministischen Grundsätzen aufzubauen. Sie hat es sich aktiv zur Aufgabe gemacht, geschlechtliche, religiöse und ethnische Unterdrückung zu bekämpfen.

Diese Errungenschaften mussten und müssen tagtäglich verteidigt werden. Sei es gegen den sogenannten Islamischen Staat, das türkische Militär, die islamistischen Kämpfer des HTS-Regimes oder in Ostkurdistan (Rojhilat) der islamischen Revolutionsgarde des Irans. Dieser Kampf wird und wurde sowohl von Menschen auf der Straße als auch von bewaffneten Kämpfer*innen der YPJ, YPG und den Guerillas in den Bergen getragen.

Das Projekt Rojava musste in den letzten Monaten aufgrund von gemeinsamen Angriffen der HTS-Regierung und des türkischen Militärs Rückschläge einstecken. Trotzdem konnte aufgrund einer weltweiten Massenmobilisierung und dem entschlossenen Kampf der Selbstverteidigungkräfte und der Bevölkerung nicht nur ein Massaker an der Bevölkerung Rojavas verhindert werden, sondern auch die Autonomie erhalten bleiben.

Diese real erkämpfte, gelernte und verteidigte Utopie inspiriert uns und andere Anarchist*innen weltweit. Deshalb sind wir solidarisch mit der kurdischen Freiheitsbewegung und stehen Seite an Seite mit den kurdischen Genoss*innen. Egal ob Hamburg oder in den Bergen Kurdistans.

Bijî Rojava! Bijî Kurdistan!